2017 – A new chapter begins

31.12.2016, 20.18 Uhr – noch genau 3 Stunden und 42 Minuten bis Mitternacht. Noch genau 3 Stunden und 42 Minuten bis 2017.

Zwar verbringe ich meine Weihnachtsferien dieses Jahr mit meiner Familie in Stockholm in Schweden, doch während es um uns herum schon böllert und kracht vom vielen Feuerwerk, sitze ich hier in unserem kleinen, gemütlichen Haus im Zentrum Stockholms und nehme mir vor dem grossen Feuerwerk noch die Zeit diesen Blogeintrag zu schreiben.

Das Jahr 2017 wird hoffentlich ein ganz spezielles Jahr für mich, denn nicht nur geht es für mich im Sommer für zweieinhalb Wochen auf Island ins Moot (ein grosses Pfadilager mit Rovern aus der ganzen Welt), sondern ich verabschiede mich im November auch für 13 Monate von Familie, Freunden und Verwandten und fliege für ein Jahr ans andere Ende der Welt, nach Neuseeland.

Damit wird für mich ein riesiger Traum in Erfüllung gehen und ich würde am liebsten schon morgen losfliegen. Doch bis es soweit ist fliesst noch eine Menge Wasser die „Bünz durab“, wie man das bei uns so schön sagt.

Trotzdem möchte ich heute, im alten Jahr, schon einmal vorausschauen…

 

Januar…

Im Januar habe ich meinen (hoffentlich) abschliessenden Termin mit meiner Organisation und kann danach endlich meinen Sprachaufenthalt buchen.

Februar…

Im Februar geht es für mich für eine Woche in die Schweizer Berge – ins Schneelager mit der Pfadi.

März…

Im dritten Monat veröffentlichen wir (die Redaktion der Pfadi Wohle) unsere neue Abteilungszeitung.

April…

Anfangs April findet das Vorbereitungsweekend fürs Moot statt, bei dem wir alle 350 Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz kennenlernen und ein Wochenende in Kandersteg verbringen.

Mai…

Im fünften Monat geht es schon an die Planung fürs Schneelager 2018 bei dem ich Achaya, der neuen Hauptlagerleiterin, tatkräftig zur Seite stehe. Langsam wird es ausserdem Zeit, dass ich meinen Flug buche.

Juni…

Im Juni freue ich mich schon auf das bevorstehende Lager und ich hoffe, dass ich bis dahin weiss, dass/ob ich bei meiner jetzigen Arbeitsstelle bis Ende Oktober verlängern kann.

Juli…

Mitte Juli geht es los ins Moot nach Island, wo wir zweieinhalb Wochen verbringen werden. Ausserdem muss ich mich langsam um mein Visum kümmern, nicht dass meine Reise schlussendlich noch deswegen scheitert.

August…

Kaum aus dem Moot zurück, werde ich mich im August vertieft mit den Einzelheiten meines Sprachaufenthaltes befassen.

September…

Anfangs September dauert es nur noch 2 Monate bis zu meinem Abflug… langsam werde ich nervös.

Oktober…

Jetzt gilt’s ernst. Letzte Einkäufe werden gemacht und der Rucksack packt sich schliesslich auch nicht von selbst.

November…

Neuseeland ich komme! Im November geht’s endlich los.

Dezember…

Schon einen Monat bin ich in Neuseeland… Kaum zu glauben!

 

Auch wenn es mir im Moment noch so vorkommt, als würde es noch ewig lang dauern, bis mein Abenteuer „New Zealand“ endlich losgehen kann, so weiss ich doch eins – dieses Jahr wird wie im Flug vergehen… Nur noch 10 Monate.

Wenn ich mir überlege, wo ich vor 10 Monaten war, dann kann ich mir nicht erklären, wo die Zeit geblieben ist.

Vor 10 Monaten war März… da stand ich mitten in meiner IPA und die Abschlussprüfungen waren noch nicht einmal vorbei. Kaum zu glauben, dass das erst 10 Monate her ist… es scheint mir eine Ewigkeit dazwischen zu liegen.

Ich habe meine IPA erfolgreich beendet, meine Prüfungen abgelegt. Dann der Bescheid, dass ich alles bestanden habe und erst noch auf dem zweiten Platz der kantonalen besten IPAs gelandet bin. Ich war mit meinem Vater als Abschlussreise in Berlin. Dann hatte ich im Sommer 2 Wochen Abteilungslager mit der Pfadi. Anschliessend habe ich meine neue Stelle angetreten und bin zwei Wochen mit Céline auf Interrail-Reise gegangen (Köln, Kopenhagen, Oslo und Berlin). Ich habe es fertig gebracht mir in Oslo den Fuss zu brechen. Wir haben die Reise trotzdem erfolgreich beendet. Doch ich musste zum ersten Mal in meinem Leben an Krücken gehen.

Zwischen September und Dezember habe ich viel gearbeitet und auch die Wochenenden waren voll verplant. Leiterweekend, Schneelagerplanung, Neuseelandvortrag, Planungsweekend, Moot Informationstag, Papiersammeln und Harry Potter in Concert stand auf dem Programm.

Dann hatte ich im Dezember auch noch mein letztes Lager bei den Bienli. Das Chlausweekend haben wir als OK und die anderen schön gerockt. Und dann am 18. Dezember meine letzte Aktivität L.

Dann habe ich das Welt erste Buch-Abo „erfunden“ und per Whatsapp verschickt… verrückt, ich weiss ^^

Weihnachten 2016 – zusammen mit der Familie… Ein bisschen traurig ist es schon, denn nächstes Jahr werde ich dann nicht zuhause sein, sondern weit, weit weg.

Und nicht, dass das Jahr langweilig enden würde. Ferien in Stockholm mit der ganzen Familie sind angesagt. Zwar ist es im Moment gar nicht mal so kalt, wie man es sich für Schweden um diese Jahreszeit vorstellen würde, aber schön ist es allemal.

 

Apropos…

Es ist der 31.12.2016, 21.05 Uhr – noch genau 2 Stunden und 55 Minuten bis Mitternacht. Noch genau 2 Stunden und 55 Minuten bis 2017 – ein tolles, aufregendes neues Jahr liegt vor mir.

Aber bevor es soweit ist, lass ich das alte Jahr gemütlich ausklingen… aber jetzt muss ich los, das Feuerwerk wartet nicht! 🙂

Die ersten Schritte

Als ich begonnen habe mich detaillierter mit dem Auslandsjahr zu beschäftigen, hatte ich von Anfang an die Wahl den ganzen Sprachaufenthalt selber zu buchen, sprich mich direkt bei den Schulen in Neuseeland anzumelden und mit denen in Kontakt zu stehen, oder den Aufenthalt mithilfe einer Organisation zu buchen.

In der Folge liste ich einige Vor- und Nachteile auf, die diese beiden Varianten mit sich bringen:

Alleine buchen

Vorteil Nachteil
–        Oft günstiger
–        Direkter Kontakt mit der Schule
–        Fragen werden direkt beantwortet
–        Zeitaufwändiger
–        Man muss alles selber organisieren (Visa, Kontakt Schule, etc.)

Agentur

Vorteil Nachteil
–        Ansprechsperson in der Schweiz
–        Hilfe bei der Organisation
–        Kein Kontakt mit der Schule (Keine sprachliche Missverständnisse)
–        Weniger Zeitaufwändig
–        Oft teurer
–        Man ist abhängig von einer Drittperson
–        Es gibt mehr Missverständnisse darüber, was man wirklich will.

Es gibt sehr viele Vor- und Nachteile, die man bedenken muss, wenn man sich entscheidet ob man mit oder ohne Agentur reisen will.

Für mich persönlich ist es vor allem eine Preisfrage. Ein Auslandsjahr ist in jedem Fall sehr teuer, weshalb ich versuche „unnötige“ Ausgaben möglichst zu vermeiden. Dennoch habe ich mich schon im Herbst 2015 über verschiedene Organisationen informiert. Bei den meisten grösseren Agenturen kann man auf der Webseite unverbindlich und gratis Kataloge bestellen um sich über ihr Angebot zu informieren.

Ich habe also von ca. 4 oder 5 verschiedenen Agenturen Kataloge angefordert und mir diese genau angeschaut.

Im September 2016 habe ich das Thema dann wieder vertieft aufgegriffen und mir am Anfang Offerten von verschiedenen Agenturen für die von mir gewünschten Kurse eingeholt.

Ich habe zum Beispiel folgende Agenturen angefragt:

Pro Linguis (Studylingua Group)
Cosmolingua
Linguaservice
Spracherlebnis
BoaLingua

Natürlich gibt es auch noch andere Organisationen, die solche Sprachaufenthalte anbieten, doch ich habe mich für diejenigen entschieden, die mir persönlich sympathisch waren.

Leider erhielt ich auch nicht von allen Agenturen eine Antwort, oder aber dann war nach der ersten allgemeinen Anfrage schon klar, dass es nicht in Frage kommt, da die Agentur zum Beispiel nicht die von mir gewünschte Schule anbietet.

Schlussendlich habe ich mich entschieden bei Pro Linguis von ihrem unverbindlichen Beratungsangebot Gebrauch zu machen. Deshalb habe ich mich für ein Beratungsgespräch angemeldet. Pro Linguis wirbt damit, dass sie die günstigsten Preise in der Schweiz anbieten würden und dass sie die gleichen Preise verrechnen wie die Sprachschulen im Zielland.

Das Beratungsgespräch bei Pro Linguis hat ca. 40 Minuten gedauert und meine „persönliche“ Betreuerin hat mir in dieser Zeit viel über Neuseeland und das Angebot der Schulen dort erzählt. Im Grunde war es ziemlich spannend, sie hat mir jedoch für meinen Geschmack etwas zu viel um das herum geredet, was ich mir wirklich vorstelle.

Ich denke es war sehr wichtig und gut, dass ich schon so konkrete Vorstellungen hatte darüber, was ich wo dem Jahr machen möchte. Denn wenn man das noch nicht so genau weiss, dann ist es eher schwierig, da dir die Betreuungsperson in dem Gespräch auch nicht sagen kann, was du machen sollst.

Auf jeden Fall sind wir beim Gespräch dann so verblieben, dass sie mir in den kommenden Tagen eine Offerte zustellen würde.

Ich habe die Offerte dann ein paar Tage später auch erhalten. Hier hat sich für mich dann auch schon mal ein etwas negativer Punkt gezeigt und ein relativ grosser Nachteil daran, wenn man mit einer Agentur reist.

Die Offerte war leider überhaupt nicht auf das zugeschnitten, wie ich es mir vorstelle. Die Betreuerin hat mich schlicht anders verstanden, als ich es meinte.

Anstatt, dass sie mir einen Demi Pair Aufenthalt in Wellington offeriert hat, bekam ich eine Offerte für einen CPE Kurs in Auckland. Klar hatte ich gesagt, dass ich gerne einen CPE Kurs machen würde, aber in Kombination mit Demi Pair.

Naja, das war wohl einfach eine Fehlinterpretation der Agentur, dennoch, es braucht relativ viel Zeit mit der Agentur darüber zu verhandeln, was genau ich mir vorstelle und wie mein Sprachaufenthalt genau aussehen soll.

Deshalb empfehle ich allen sich auch direkt im Gastland zu informieren. Dies habe ich nämlich auch gemacht. Ich habe parallel zu den Abklärungen mit Pro Linguis angefangen mich selber um die Buchung des Sprachaufenthaltes zu kümmern. Dazu muss man sagen, man muss dann natürlich schon genau wissen, was man machen möchte. Da ich dies schon weiss, habe ich direkt über das Kontaktformular auf der Homepage der Sprachschule Kontakt aufgenommen.

Nebst einigen allgemeinen Fragen zur Schule habe ich auch jeweils um eine Offerte für den Sprachkurs gebeten. Auch hier wieder, es ist wichtig, dass man schon weiss, wann, wo, wie lange etc. der Kurs dauern soll. Und auch die gewünschte Unterkunft sollte man schon wissen. Dies sind nämlich alles Faktoren, die den Preis des Programms beeinflussen.

Zurzeit stehe ich also mit Pro Linguis in Kontakt und warte dort auf die neue Offerte für meinen Sprachaufenthalt und mache gleichzeitig Abklärungen darüber, was es mich kosten würde, wenn ich den Aufenthalt direkt in Neuseeland buchen würde.

Aufbruch zu neuen Ufern

Erst vor einigen Wochen bin ich von meinem Interrail-Reisli nach Hause gekommen und schon stecke ich wieder bis zum Hals in der Planung meines neuen Abenteuers. Das Projekt soll in ca. einem Jahr starten, doch bis es wirklich losgehen kann, muss noch viel erledigt werden.

Nun, wie sieht der Plan aus? Ich werde voraussichtlich im Oktober oder November 2017 für ein Jahr ins Ausland gehen. Und zwar nach… Neuseeland! Aotearoa, wie die Maori sagen und was so viel bedeutet wie „Land der langen weissen Wolke“ liegt auf der Südhalbkugel der Erde und ist rund 18‘500 Kilometer von der Schweiz entfernt. Oder besser gesagt, Neuseeland liegt am anderen Ende der Welt. Vielleicht stellt ihr euch nun die Frage, wieso ich ausgerechnet so weit weg möchte, wo es hier in der Schweiz doch auch so schön ist…

Die Gründe dafür sind einfach und trotzdem ausschlaggebend

  1. Ich möchte mein Englisch verbessern – Ein längerer Sprachaufenthalt ist dabei eine der besten Möglichkeiten
  2. Ich möchte ein neues Land erkunden und deren Kultur kennenlernen.
  3. Ich möchte weit weg von zu Hause neue Freunde finden und mir ein zweites Leben aufbauen.

Soweit zu meinen Gründen, die mich dazu bewogen haben überhaupt ins Ausland zu wollen. Und wieso gerade Neuseeland? Schon seit ich als Teenager das erste Mal Herr der Ringe gesehen und herausgefunden habe, dass diese fantastische Natur, die man darin sieht, wirklich existiert, war für mich klar: Da muss ich hin! Seither wuchs das Fernweh nach dem Land, das ich nur aus Filmen und von Fotos kannte stetig und immer wenn das Thema Neuseeland aufkam, wünschte ich mir nichts sehnlicher als endlich dorthin zu fliegen und das alles mit eigenen Augen zu sehen.

Ich schloss die Oberstufe 2012 ab und begann eine Lehre als Mediamatikerin. Die Lehre gefiel mir gut und das erste Jahr verging im Flug. Es war Anfang des zweiten Lehrjahres, als ich das erste Mal bewusst von dem Projekt Auslandsjahr hörte. Zwar wusste ich, dass diese Möglichkeit bestand (ein anderer Lernender aus meiner Klasse hatte vor der Lehre ein Jahr lang eine Highschool in den USA besucht) aber ich hatte noch nie richtiges Interesse daran. Nun jedoch änderte sich das. Viele meiner ehemaligen Bez-Klassenkollegen waren an der Kanti und einige von ihnen machten im zweiten Kanti-Jahr ebenfalls ein Auslandsjahr und gingen ein Jahr lang in einem fremden Land zur Schule.

So kam es, dass ich mich das erste Mal richtig mit dem Thema auseinandersetzte und in mir der Wunsch reifte auch so etwas zu machen. Anfangs waren das eher ungenaue Ideen, wie es sein musste für eine längere Zeit weg zu gehen, doch von Anfang an faszinierte mich die Idee für ein volles Jahr in einem fremden Land zu leben, neue Leute und eine neue Kultur kennenzulernen und dort eine zweite Heimat zu finden. Anfängliche Gedanken die Lehre zu schmeissen und sofort loszufliegen waren jedoch schnell wieder verworfen, denn erstens war so ein Auslandsjahr sehr teuer und zweitens war es einfach nur unvernünftig die Lehre abzubrechen, nur weil man gerne ins Ausland gehen wollte.

Ich vertröstete mich deshalb auf nach der Lehre und nahm mir fest vor gleich nach der Lehre zu starten. Das Reiseziel stand dabei eigentlich nie wirklich zur Debatte. Für mich war von Anfang an klar, dass ich nach Neuseeland gehen möchte. Zwar waren auch Kanada und Australien auch verlockend, aber eigentlich nie wirklich eine Alternative. Zu lange schon träumte ich von dem Land am anderen Ende der Welt.

Die nächsten zwei Jahre verging mein Wunsch danach ins Ausland zu gehen, entgegen der Hoffnung meiner Eltern, nicht etwa, sondern wurde eher noch stärker. Und mit jedem Sommer der kam und ging und jedem weiteren Bekannten, der oder die sich für ein Jahr verabschiedete, wollte ich es noch mehr. Ich informierte mich fleissig über verschiedene Organisationen und Anbieter, die Sprach- und Highschool-Aufenthalte vermitteln und verglich die verschiedenen Angebote miteinander. Dabei wurde mir vor allem eines sehr schnell klar, so ein Auslandsjahr war extrem teuer und direkt nach der Lehre in dieses Abenteuer zu starten, daraus würde wohl eher nichts werden.

Am Anfang wollte ich eigentlich immer eine Highschool besuchen, doch da ich dann wenn ich losfliegen könnte schon 22 Jahre alt sein würde, war das dann doch eher keine Option mehr. Highschoolprogramme hatten nämlich meistens eine Altersgrenze von 20. Deshalb begann ich mich nach Alternativen umzusehen und entdeckte im 2015 eine kleine Sprachschule in Neuseeland, die mich schlichtweg von den Socken haute. Es schien mir, als sei dies genau die Schule, nach der ich gesucht hatte. Klein, familiär und direkt am Meer. Und so entstand ein Plan, den ich bis jetzt mehr oder weniger so umsetzen möchte.

Ich werde wenn mein Plan aufgeht zuerst 16 Wochen in der oben genannten Schule in Coromandel verbringen, und anschliessend für ein halbes Jahr an einem Demi Pair Programm in Auckland oder vorzugsweise in Wellington teilnehmen. Danach bleiben noch zwei Monate übrig um das Jahr zu komplettieren, in denen ich reisen möchte um Neuseeland weiter zu erkunden.

Eine kleine Änderung musste ich noch vornehmen. Ursprünglich war mein Plan nämlich ein halbes Jahr als Au Pair zu arbeiten, dies ist jedoch aufgrund der Visabestimmungen in Neuseeland nicht möglich für Schweizer. Deshalb habe ich mich dann dazu entschieden Demi Pair zu machen. Der Unterschied hierbei ist, dass man als Demi Pair nicht „nur“ auf die Kids der Hostfamily aufpasst, sondern immer am Morgen einen Sprachkurs besucht und den Nachmittag mit den Kindern verbringt.

Ja, soweit der Plan. Ich habe inzwischen meine Lehre erfolgreich beendet und nun wie gesagt mit der detaillierteren Planung meines Auslandjahres begonnen. Ich habe diverse Offerten bei verschiedenen Organisationen eingeholt und mich genauer über die Visabestimmungen etc. informiert. Darauf möchte ich dann jedoch in einem weiteren Blogbeitrag noch genauer eingehen.

 

Interrail-Reislii

Die Zeit vergeht

Phuu… ein anstrengendes Jahr liegt hinter mir… vor einigen Wochen habe ich meine Berufslehre zur Mediamatikerin erfolgreich abgeschlossen. Bevor ich jedoch endlich mein EFZ in den Händen hielt, hiess es zuerst nochmals richtig Gas geben. Schule, Prüfungen, LAPs und im Geschäft die IPA, das und vieles Mehr stand in diesem Jahr auf dem Programm und gegen Ende hin, haben wir (meine Klasse und ich) uns alle nochmals so richtig ins Zeug gelegt.

Doch auch diese recht stressige Zeit ging vorbei und so konnten wir alle Ende Juni unser Abschlusszeugnis in Empfang nehmen. 🙂 Nun sind doch schon einige Wochen vergangen und ich konnte mich auch schon von dem ganzen Stress erholen. Deshalb habe ich jetzt wieder viiel Zeit und zur Feier des Jahres, habe ich mit einer Schulkollegin beschlossen eine kleine Europareise zu unternehmen.

Stichwort – Interrail

Und zwar werden wir gemeinsam im August zwei Wochen mit dem Zug herumreisen. Unser Reislii führt uns von Köln, über Kopenhagen nach Oslo und auf dem Rückweg dann noch für ein paar Tage auf Berlin. Die Reise startet am 6. August 2016 am frühen Morgen in Basel und endet am 20. August spät Abends. Nur noch 8 Tage also bis unser Abenteuer losgeht. Wir stecken im Moment noch fest in der Planung, was gibt es wo zu sehen, zu machen und zu unternehmen? Wo sind die besten Restaurants und wo die tollsten Shoppingmeilen? Wir freuen uns beide riesig auf unser Reislii und können es kaum noch abwarten.

Bis bald

Saby 😎

Cambridge – Tag 14 (03.10.2015)

Goodbye!

Heute war unser absolut aller letzte Tag in Cambridge. Obwohl es eigentlich nicht einmal mehr ein ganzer Tag war. Schon früh am Morgen klingelte mein Wecker und ich raffte mich auf meine restlichen Sachen zu packen. Als ich danach in die Küche ging um zu frühstücken, war von der Familie niemand zu sehen. Gefrühstückt habe ich dann trotzdem. Irgendwann gegen acht Uhr, kam Ciara herein. Sie war extra für mich noch einkaufen gegangen, da im Mail der Studio Cambridge stand, dass wir für die Heimreise einen Lunch benötigen würden.

Wir haben uns dann noch lange unterhalten und irgendeinmal gesellte sich auch John zu uns. Auch Conall lag zu meinen Füssen und schaute mich aus grossen Hundeaugen an, sodass ich nicht anders konnte als ihn zu streicheln. John erzählte uns noch eine lustige Story, von einer befreundeten Familie. Diese Familie hatte ebenfalls einen Hund, doch im Gegensatz zu Conall bellt dieser Fremde eigentlich nie an. Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn die Person schwarz ist. Zurzeit hat diese Familie auch einen Hoststudent und zwar einen Farbigen. Und das ironische an der Geschichte, der Hund dieser Familie, der den armen Gastschüler immer anbellt, ist ebenfalls schwarz.

Um 9.00 Uhr holte mich ein Taxi ab. Wir hatten noch darüber gelacht, ob es wohl der gleiche Taxifahrer wie bei meiner Ankunft sei, doch das war nicht der Fall. Zum Abschied umarmte mich die ganze Familie, selbst Leon, obwohl er sich offenbar nicht ganz wohl in seiner Haut fühlte. Nachdem ich Larry, der zu diesem Zeitpunkt gerade unter der Dusche stand ein „Goodbye Larry!“ zugebrüllt hatte und von ihm ein gutgelauntes „See you later!“ zurückgekommen war, versicherten wir uns noch alle gegenseitig, dass wir in Kontakt bleiben würden. Schweren Herzens stieg ich dann ins Taxi, welches mich zur Sprachschule bringen würde. Dort erwartete uns bereits der Car, der uns nach London Heathrow bringen würde. Am Flughafen in London angekommen, verabschiedeten wir uns von unseren Klassenkollegen, die nun den Flug nach Hause nehmen würden. Céline, Jana, Tabea und ich hingegen hatten gleich noch ein bisschen Ferien angehängt und so hiess es nun: London wir kommen!

Cambridge – Tag 13 (02.10.2015)

The last day

Heute war der letzte Schultag und ganz allgemein der letzte Tag den wir in Cambridge verbringen würden.

Am Morgen nahm Jo das Ganze mit dem Unterricht nicht mehr so streng. Wir lasen Zeitung und schauten in der zweiten Hälfte, nach der Pause, einen Film. Nachdem sie uns dann noch unsere Zertifikate verteilt hatte, bedankten wir uns alle bei ihr und verliessen die Schule.

Da wir am Nachmittag keine Schule hatten, gingen wir in einem Restaurant Mittagessen. Das Restaurant hiess Butch Annie’s und verkaufte sensationelle Burger. Ich glaube nun, nach Five Guys und Butch Annie’s kann ich Mc Donalds und Co nie wieder richtig geniessen.

Nach dem Essen, verabschiedete sich Tabea, weil sie mit der Schule noch das King’s College besichtigen ging.

Wir anderen wollten auch noch nicht gleich nach Hause und gingen darum ins Fitzwilliam Museum. Dort findet man viele alte Gemälde, aber auch andere alte Gegenstände ausgestellt. Auch das Gebäude selber war sehr eindrücklich. Mit grossen Säulen und goldverzierten Decken.

Nachdem wir genug gesehen hatten, beschlossen wir nach Hause zu fahren. Da aber gerade kein passender Bus fuhr, nahmen wir einen, der uns schon mal in die richtige Richtung brachte und stiegen dort um.

Als wir in den Bus einsteigen wollten, ereignete sich etwas Seltsames. Eine alte Frau, die vorher auf einem der Bänkchen im Busunterstand gesessen hatte, humpelte mit ihrem Gehstock herbei und fuchtelte mit ihrem Stock herum, um als erstes in den Bus gelassen zu werden. Als Céline, die gerade einsteigen wollte, das nicht gleich bemerkte, stiess die alte Frau sie mit dem Stock an und meckerte, dass sie schon viel länger auf den Bus warten würde, als wir und sie darum Vortritt hätte. Natürlich liessen wir die alte Frau vor, doch der Buschauffeur, der die ganze Szene beobachtet hatte, wies sie dann zurecht und sagte, dass sie die anderen Passagiere nicht mit ihrem Stock bedrängen sollte. Naja… manchmal sind sie eben doch etwas seltsam diese Engländer.

Nachdem wir dann doch noch in den Bus steigen konnten, fuhren wir nach Hause um unser Zeug zusammenzupacken und mit unseren Gastfamilien zu Abend zu essen. Leider waren meine Gasteltern nicht zu Hause und so gab ass ich mit den Kids alleine. Wie immer wenn die Eltern nicht da waren, gab es Pizza. J

Später fuhren wir dann alle zusammen ins Leisure Center, wo wir uns mit dem Rest der Klasse und einigen KV-Leuten trafen. Es wurde ein recht gemütlicher Abend mit Bowling und nettem Beisammensein.

Cambridge – Tag 12 (01.10.2015)

Ein ganz normaler Tag

Auch über den Donnerstag gibt es nicht viel Spannendes zu berichten. Es war ein ganz normaler Schultag. Das einzig Aussergewöhnliche war, dass am Morgen nach der Pause ein Mann in unsere Klasse kam, der den Unterricht den Jo gab, bewertete. Doch schrieb der Mann nicht nur alles auf, was Jo sagte und tat, sondern machte auf seinem Klassenspiegel auch jedes Mal ein Strichlein bei der entsprechenden Person, wenn diese sich zu Wort meldete. Danach bekamen wir noch alle einen kurzen Fragebogen, bei dem wir die Studio Cambridge und den Unterricht bewerten sollten.

Am Nachmittag hatten wir das letzte Mal Schule bei Gary. Er war wie immer bester Laune und wir spielten jede Menge Spiele bei ihm. Am Ende war, glaube ich, nicht nur die Klasse, sondern auch Gary ein bisschen wehmütig. Auf jeden Fall, verabschiedete er sich mit einem „See you later“ und als wir ihn dann fragten, wieso er das sagte, da wir uns ja vermutlich nicht wiedersehen würden, meinte er man könne das nie so genau wissen.

Nach der Schule fuhren wir nochmals ins Crafton Shoppingcenter. Um ca. 17.00 Uhr nahmen wir den Bus nach Hause. Am Abend blieb ich zu Hause und verbrachte den Abend mit der Gastfamilie.